Am neuen Standort an der Mittelstrasse 43 kommt das IML räumlich zusammen, da nun die Leitung und drei der vier Abteilungen unter einem Dach vereint sind. Die Programmleitung des MAS Master of Medical Education bleibt aus organisatorischen Gründen am Bühlplatz. Die Unitobler und sämtliche andere universitäre Standorte sind in Fussdistanz erreichbar.

Hauptsitz des IML ist das ehemalige Bürogebäude der SBB an der Mittelstrasse 43. Künftig werden hier die Direktion und die drei IML-Abteilungen (Assessment und Evaluation AAE, Unterricht und Medien AUM sowie Software-Entwicklung, Usability-Consulting und IT-Infrastruktur ASCII) unter einem Dach zusammenarbeiten. Einzig das MME-Master-Programm ist weiterhin an der Bühlstrasse beheimatet. Neben modernen Büroräumen wird das IML über ein modernes Usability- und Forschungslabor, ein Tonstudio und ein Videostudio verfügen. Die Liegenschaft teilt sich das Institut mit weiteren Organisationseinheiten der Universität Bern und das IML wird am neuen Standort in guter Gesellschaft mit drei anderen Instituten und Gruppen der medizinischen Fakultät sein (siehe Kasten 2).

Bewegte Gebäudegeschichte

Das von der städtischen Denkmalpflege als schützenswert eingestufte Gebäude hat eine bewegte Vergangenheit. Dieses wurde 1903 für die im Vorjahr gegründete SBB als Verwaltungsgebäude erbaut und 5 Jahre später – anno 1908 – «gespiegelt», d. h. die ursprüngliche U-Form wurde in eine Blockrandbebauung mit einem zentralen und befahrbaren Innenhof überführt. 1945 erhielt das Gebäude ein weiteres Stockwerk. 

Blick auf den Innenhof (Bild IML)

Startschuss: Beschluss des Grossen Rates

Im Juni 2011 hat der Grosse Rat des Kanton Berns den Kauf der beiden SBB-Liegenschaften an der Mittelstrasse 43 und an der Hochschulstrasse für eine Nutzung durch die Universität genehmigt. Der Standort der Uni Mittelstrasse ist ein weiterer Schritt der Umsetzung der «Strategie 3012», die 2004 im kantonalen Richtplan aufgenommen wurde. Die Strategie enthält die Vision der langfristigen räumlichen Entwicklung der Universität Bern und sieht eine Konzentration der Universität im Länggassquartier vor mit drei Schwerpunkten sowie einem Standort für klinische Medizin im Inselareal.

Moderne Infrastruktur

Bei der Neugestaltung des Gebäudes war die Verknüpfung der alten Bausubstanz mit einer modernen und zeitgemässen Architektur zentral. Einerseits wurde z. B. die historische Farbgebung beim Innenausbau mit Sorgfalt neu interpretiert, andererseits wurden die Räume mit viel Glas gestaltet. Das Gebäude bietet ca. 650 Arbeitsplätze, mehrere Sitzungszimmer, verschiedene Seminarräume und eine Fachbereichsbibliothek mit etwa 100 Lernarbeitsplätzen in vier Lesesälen. Der Neubau von 2017 ergänzt die grosszügige Bibliotheksinfrastruktur mit praktischen Rollregalen mit über 6'000 Laufmeter Stellflächenkapazität für Bücher. Diese ermöglichen eine optimale Platznutzung. 

Kommunikation und Vernetzung fördern

«Ich freue mich darauf, wenn nun Leben hier im Gebäude einkehrt », sagt die Betriebsprojektleiterin Christa Brünisholz, Abteilung Bau und Raum der Universität Bern. Und sie führt aus: «Wir wollen die aktive Kommunikation unterstützen. Das Gebäude wurde so konzipiert, dass es zahlreiche  Begegnungs- und Kommunikationszonen gibt, in denen die Mitarbeitenden der heterogenen Nutzerschaft sich vernetzen und Wissen austauschen können». Der offene Blick in die Welt und die Transparenz im Miteinander sind wichtig. 

IML nahtlos einsatzfähig

Einen Umzug für ein Institut mit gut 70 Mitarbeitenden vorzubereiten, braucht einen langen Atem. Das IML will am neuen Ort möglichst nahtlos einsatzfähig sein. Der institutsverantwortliche Projektleiter Dr. rer. pol.
A. Beschorner vom IML erklärt: «Jenseits aller Visionen, Konzepte und Planungen geht es am Ende des Tages vor allem darum, das Institut am neuen Standort möglichst schnell wieder arbeitsfähig zu bekommen – hilfreich ist hier natürlich ein geordneter Umzugsablauf».

Je näher der Umzugstermin rückt, desto mehr steigen die Spannung, aber auch die Vorfreude. Die Mitarbeitenden sind informiert und wissen, was auf sie zukommt. Die gute und kommunikationsfördernde Infrastruktur ist für eine rasche Eingewöhnung günstig, da diese der offenen IML-Arbeitskultur entspricht. Der Arbeitsalltag soll innert kurzer Zeit wieder einkehren.

Top-Infrastruktur

  • 650 Arbeitsplätze
  • 13 Sitzungszimmer
  • verschiedene Seminarräume
  • Begegnungs- und Kommunikationszonen
  • Fachbereichsbibliothek mit
    4 Lesesälen mit etwa 100
    Lernarbeitsplätzen und über
    6'000 Laufmeter Bücher
  • Eltern-Kind-Raum
  • Cafeteria mit Aussenbereich

Die Nutzenden des Gebäudes

  • Institut für Archäologische Wissenschaften (IAW)
  • Institut für Musikwissenschaft (IMW)
  • Institut für Theaterwissenschaft (ITW)
  • Institut für Kunstgeschichte (IKG)
  • Centre for Development and Environement (CDE)
  • Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung (IZFG)

Institute und Einheiten der Medizinischen Fakultät

  • Berner Institut für Hausarztmedizin (BIHAM)
  • Clinical Trials Unit (CTU)
  • Institut für Medizinische Lehre (IML)
  • Institut für Sozial- und Präventivmedizin (ISPM)